Polenaustausch 2019

20.10.2019Unterwegs

Schüler des Kopernikus-Gymnasiums Wasseralfingen zu Gast in Warschau

Bereits seit über 20 Jahren gibt es den im Zweijahresrhythmus stattfindenden Schüleraustausch zwischen dem Kopernikus-Gymnasium Wasseralfingen und der Privatschule „Szkola Podstawowa Prymierza Rodzin“ in Warschau. In diesem Jahr war es wieder so weit und 26 Wasseralfinger Schülerinnen und Schüler machten sich gemeinsam mit ihren Lehrern Hans-Jörg Beiderwellen-Fuchs und Saskia Daiß auf den Weg nach Warschau.

Der Empfang war sehr herzlich und die Austauschpartner verstanden sich auf Anhieb sehr gut. Auch die anfängliche Sorge, ob denn das eigene Englisch für eine Kommunikation ausreichen wird, löste sich schnell in Luft auf.

Das polnische Lehrerteam hatte gemeinsam mit den Schülern ein buntes Programm zusammengestellt, was den Austausch für alle zu einem unvergesslichen Erlebnis machte. Neben einem Stadtquiz in der Warschauer Altstadt, einem Besuch des Kopernikus-Science-Center, in dem die Schüler bei verschiedenen Experimenten den Gesetzen der Naturwissenschaften auf den Grund gehen konnten und dem Panoramablick vom Kulturpalast standen natürlich auch Aktivitäten mit den Gastfamilien und der Besuch der Partnerschule auf dem Programm. Ein Highlight war sicherlich auch der gemeinsame Ausflug nach Danzig und an die polnische Ostseeküste.

Viel zu schnell ging eine schöne und spannende Woche zu Ende. Vollbepackt mit neuen Erfahrungen, Erkenntnissen und auch Freundschaften traten die KGWler die Heimreise an und alle freuen sich schon jetzt auf den Gegenbesuch der polnischen Schüler im kommenden Mai!

Ausführlicher Reisebericht

Die Fahrt nach Polen vom 20. – 28. September 2019

Hinfahrt (20.10.)

Am frühen Morgen des 20. September fanden sich die deutschen Teilnehmer des Austauschs und die Lehrer Saskia Daiß und Hans-Jörg Beiderwellen-Fuchs am Aalener Hauptbahnhof ein. Um neun Uhr traf der erste Zug nach Nürnberg pünktlich ein. Aufgrund eines Vorfalls bei der Bahngesellschaft war es allerdings nicht der vorgesehene Zug, sondern ein altes ICE-Modell, in dem die reservierten Sitzplätze nicht ausgewiesen waren und daher die Gruppe leider getrennt wurde. Glücklicherweise lief dann ab Nürnberg wieder alles nach Plan. Die Fahrt nach Berlin war relativ ruhig. In Berlin angekommen wurde eine ca. zweistündige Pause eingelegt, während der sich die Schüler mit Verpflegung versorgen konnten, und später wurde noch ein Ausflug in einen nahe gelegenen Park unternommen. Wieder am Bahnhof angekommen erschien der nächste und auch letzte Zug pünktlich. Jeder fand einen Sitzplatz und die meisten waren im  gewünschten Abteil. Die Fahrt nach Warschau dauerte sehr lange und die Langeweile wurde durch Musik hören, Gespräche, Nintendo spielen etc. vertrieben. Gegen 20.30 durchquerte ein Mann, der kostenlosen Kaffee und Tee anbot, den Waggon. Es wurde kräftig zugelangt. Als sich dann die Fahrt dem Ende näherte, wurde es noch einmal ruhig und jeder begann, langsam seine Sachen zusammen zu sammeln. Um 23.16 waren alle Schüler und Lehrer wohlbehalten und mitsamt Gepäck außerhalb des Zuges und wurden von ihren Austauschpartnern herzlich begrüßt. Die Gastfamilien machten noch schnell eine kurze Runde durch die Innenstadt und erzählten etwas über bestimmte Gebäude wie z. B. den „Culture Palace“. Um Mitternacht war jeder „zu Hause“ angekommen und vermutlich dachten die meisten: „Was für ein Tag!“
Armin, Kolja und Ben

In der Warschauer Altstadt (22.10.)

Am Sonntagvormittag, nach einem schönen freien Samstag in den Gastfamilien, spielten wir ein Spiel in der Altstadt. Für dieses Spiel bekamen wir eine Reihe von Fotos. Die polnischen Austauschschüler_innen zeigten uns die Plätze, die auf den Fotos abgebildet waren, und erzählten uns etwas auf Englisch dazu. Nach ca. einer Stunde trafen wir uns wieder. Nun mussten die deutschen Austauschschüler_innen den Lehrern erzählen, was sie gelernt hatten. Dafür gab es Punkte. Zwei Gruppen gewannen mit der Punktzahl 24 von 25 möglichen Punkten. Danach liefen wir zum „Kopernikus Science Center“.
Katja, Anna und Veronika

Unser Ausflug ins „Kopernikus Science Center“ (22.10.)

Gegen 13 Uhr waren wir im „Kopernikus Science Center“, wo man physikalische und chemische Experimente durchführen konnte. Als wir dort waren, durften wir uns in Gruppen aufteilen, die einzige Bedingung war, dass wir mit mindestens einem polnischen Schüler in der Gruppe waren. Wir fanden uns in den entsprechenden Gruppen zusammen und durften selbständig durch das Museum laufen. Jeder hatte so seinen Favoriten, manche fanden die Station am besten, bei der man so laut schreien musste und ein Gerät dir dann genau sagte, wie laut man war. Andere fanden die Station mit den fliegenden Tüchern am besten. Dort wurden Tücher mit Hilfe von Wind aus dem Boden in der Luft gehalten. Auch eine Station mit Wasser gefiel einigen. Dort wurde Wasser mit einer Art von Mühle oder Spirale nach oben transportiert. Die Zeit verging dort schnell und wir mussten leider bald schon wieder gehen.
Inja, Amelie und Leonie

Polnisch-Unterricht  und Begrüßungsfeier (22.10.)

Am Sonntagabend, als wir in der Schule waren, hatten wir eine Polnisch-Stunde, in der der Lehrer der Partner-Schule uns ein paar Buchstaben gezeigt und uns dazu erklärt hat, wie man diese ausspricht. Danach haben wir ein Spiel gespielt, welches folgendermaßen funktionierte: Wir spielten Jungs gegen Mädchen und gingen in Zweierteams an das Lehrerpult. Dort gab uns der Lehrer ein Wort auf einem Zettel und wir mussten darauf hin versuchen, es mit den zuvor gelernten Ausspracheregeln so auszusprechen, dass einer der polnischen Schüler es erraten konnte. Ist es uns gelungen, haben wir entweder 2, 3 oder 4 Punkte bekommen. Am Ende führten  die Jungs mit einem Punkt. Zum Schluss haben wir noch ein paar Basic-Sätze oder Wörter auf Polnisch gelernt, um uns am Ende auf Polnisch zu verabschieden.

Nach der erfolgreichen Polnisch-Stunde gingen wir in die Schulmensa. Dort waren viele verschiedene Snacks, die die Gastgeber von zu Hause mitgebracht hatten, aufgetischt. Es gab Kuchen, Muffins, Obst und vieles mehr. Ungefähr nach einer halben Stunde gingen wir in das Foyer der Schule und lernten dort zwei traditionelle Tänze.
Britta, Odine und Alexandra

Unser Trip nach Danzig (23.10.)

Nach der Anfahrt mit dem Zug haben wir unser Gepäck an einer Gepäckabgabestelle abgegeben und sind losgegangen. Der polnisch Lehrer, Herr Krus, hat uns dann interessante Dinge über z. B. das „Golden Gate“ oder über den Kran der Schiffe, der mit Hilfe von „Hamsterrädern“ angetrieben wurde, erzählt. Später wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe ging Pizza essen, während die anderen auf den Kirchturm der Marienkirche gestiegen sind, um einen schönen Blick über Danzig zu genießen. Danach wurde gewechselt. Nachdem auch die zweite Gruppe auf dem Turm war, gingen wir zurück zu unserem Gepäck und fuhren mit einer Art Regionalbahn weiter zu unserem Hostel.
Samuel, Robert und Eric

Besuch der Halbinsel Hel (24.10.)

Morgens um 8.15 Uhr trafen wir uns vor dem Eingang des Hostels, um gemeinsam Frühstücken zu gehen. Nach dem Frühstück stiegen wir in einen Zug, der uns nach ca. einer Stunde zur Halbinsel brachte. Von dort aus liefen wir zu einem Leuchtturm und beobachteten die Aussicht von oben. Anschließend gingen wir zu Fuß weiter, bis wir dann an einem Strand ankamen. Wir hielten uns ein bisschen am Strand auf, machten viele Bilder und durften anschließend in kleinen Gruppen Essen gehen.  Als wir uns nach eineinhalb Stunden wieder alle trafen, besuchten wir eine Robbenstation und machten uns danach wieder auf in Richtung Sopot zu unserem Hostel. Am Abend gingen wir noch Essen und dann hatten wir Zeit für uns.
Anna, Emma und Minna

Sopot (25.10.)

Morgens trafen wir uns schon um 8.15 Uhr und frühstückten in demselben Restaurant, in dem wir auch am Tag zuvor gegessen hatten. Dann gingen wir zu dem längsten Pier Europas, wo die meisten  ein paar schöne Fotos machten. Danach hatten wir noch eine Stunde Freizeit und dann war es auch schon Zeit für die Rückfahrt mit dem Zug zu unseren Gastfamilien nach Warschau.
Paul, Timur und Jonas

Im Lazienki-Park (26.10.)

Am vorletzten Tag waren wir in einem Park, wo wir ein Polenquiz gemacht haben, welches unsere Austauschschüler für uns vorbereitet hatten. Bei der ersten Station musste man erraten, welches die Nationalhymne von Polen ist. Bei der zweiten Station musste man den Präsidenten herausfinden (es gab fünf Fotos). Bei der dritten Station mussten wir drei Musikstücke anhören und erraten, welches von Chopin war. Bei der vierten Station mussten wir polnische Wörter ins Deutsche übersetzen. Bei der fünften Station musste man die Wappen zweier Warschauer Fußballvereine erraten (es gab fünf Wappen). Bei der sechsten Station musste man Sportler mit polnischer Herkunft erraten. Bei der vorletzten Station musste man die überschüssigen nicht vorhandenen Buchstaben aus dem polnischen Alphabet streichen. Bei der letzten Station musste man fünf Bilder von berühmten Namen zuordnen.
Alina und Aurélie

Der Schultag in unserer Partnerschule (27.10.)

Am Morgen sind alle mit ihrem Gepäck und ihren Austauschschülern in die Schule gekommen. Dort durften wir unser Gepäck in einem kleinen Raum abstellen. Zuerst wurde uns die Schule gezeigt und wir mussten die obligatorischen Formulare zum Polenaustausch ausfüllen. Danach hatten wir dann kurz Pause und dann Sportunterricht. Wir haben eine Art Brennball mit Schlägern gespielt. Nach dem Sport hatten wir Englisch. Im Englischunterricht haben wir erst Vokabeln durchgemacht und wollten dann noch einen Film anschauen, jedoch hat es mit dem Fernseher nicht funktioniert, weshalb wir einen Mitarbeiter holen mussten. Am Ende konnten wir dann noch ca. 10 Minuten einen Film schauen. Nach einer kurzen Pause hatten wir dann Französisch oder Deutsch. Danach haben wir in der Schule-Aula polnische Tänze getanzt. Nach einer weiteren kurzen Pause gab es in der Kantine Essen. Dann sind wir zum Bus gegangen, der uns für die Rückfahrt zum Zentralen Busbahnhof brachte.
Dora, Sonja und Svea

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