20 Jahre Kammerchor
Musik verbindet Sänger verschiedener Generationen
Der KGW-Kammerchor begeht sein 20-jähriges Bestehen mit einem festlichen Konzert
Dass die Mitglieder des KGW-Kammerchors nicht nur ihre Liebe zum Gesang verbindet, zeigte sich beim Konzert anlässlich seines 20-jährigen Jubiläums. Mehr als 40 Ehemalige waren extra angereist, um bei dem Auftritt mitzuwirken, weil sie, wie Heike Deutschmann vom Schulleitungsteam des Kopernikus-Gymnasiums verdeutlichte, in ihren aktiven Jahren „Gemeinschaft und Zusammengehörigkeit“ erlebt hatten und sich deshalb dem Chor bis heute verbunden fühlen.
Die ehemaligen Schüler vor Augen ließ Heike Deutschmann die letzten 20 Jahre in ihrer Begrüßungsrede Revue passieren: Als Thomas Baur, der „junge Musiklehrer mit Mozartzopf“, den Chor 2006 gründete, habe noch keiner ahnen können, dass dieser bald „in der musikalischen Champions League“ spielen würde. Beeindruckt zeigte sich das Publikum aber schon beim ersten Konzert davon, dass es dem Chorleiter gelang, „pubertierende Jugendliche“ dazu zu motivieren „entweder uralte oder hochmodern-schräge, vorwiegend geistliche Musik“ zum Besten zu geben – und dies zudem auf höchstem Niveau, wie die baldige Kür zum Patenchor des SWR deutlich machte.
Thomas Baur brachte die Sängerinnen und Sänger aber nicht nur musikalisch weiter, sondern eröffnete ihnen mit zahlreichen Gastspielen in Europa, Nordamerika und Südafrika auch ein „Fenster zur Welt“. Die verschiedenen Reisen hinterließen bei den Beteiligten unvergessliche Erinnerungen und zeigten den Teilnehmern, dass Geduld und harte Arbeit mit Erfolg – nicht nur in Wasseralfingen – belohnt werden.
Jeder Einzelne habe dabei „Verantwortung für ein großes Ganzes“ getragen, wodurch ein ganz besonderes Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen den Chormitgliedern entstanden sei.
Genau dieses Zusammengehörigkeitsgefühl war beim Konzert am vergangenen Samstag in der Kirche St. Stephanus zu spüren. Auch wenn die Sängerinnen und Sänger der verschiedenen Generationen nur einen gemeinsamen Probentag zur Verfügung hatten, wuchsen sie bei ihrem Festkonzert zu einem schönen homogenen und stimmgewaltigen Klangkörper zusammen und beeindruckten das Publikum mit einem Querschnitt des Programms aus den letzten 20 Jahren. Mit dabei waren anspruchsvolle Werke, wie „Wie der Hirsch schreit nach dem Wasser“ und „Daemon“, bei denen der Chor seine Ausdrucksstärke zeigte, aber auch schwungvolle Stimmungsmacher, wie „Sing Alleluia, Clap Your Hands“ und „Battle of Jericho“, nach dem das Publikum den Chor verdient mit großem Applaus belohnte.

